Bündner Jugendchor

Chor da Giuvenils Grischun – Corale Giovanile Grigione – Youth Choir of Grisons

Erinnerungen an Amerika

16 Chöre mit über 700 Stimmen singen gemeinsam „Ode To Joy“ – Freude schöner Götterfunken, um danach gemeinsam mit dem Publikum ein stimmgewaltiges „Old Lang Syne“, welches das zur Konzerthalle umfunktionierte Basketballstadion zum Beben bringt, erklingen zu lassen. So endete das International Choral Festival Missoula, 2013. Schneller, lauter, grösser – Amerika. Der Bündner Jugendchor hat diesen Sommer ein grosses Abenteuer in Land der freien Möglichkeiten erlebt und dabei viele wichtige Erfahrungen gesammelt. Zum Beispiel, dass Amerikaner sehr gastfreundlich sind.

Station Nr. 1: Pocatello, Idaho, 55‘000 Einwohner

Pocatello, unsere erste Station, liegt im sogenannten „Mormon Belt“, dem konservativen Nordwesten Amerikas. Dies machte sich vor allem durch die enorme Präsenz von Mormonen (ca. 95 Prozent) und einer überwiegend weissen Bevölkerung (90 Prozent) bemerkbar. Die speziellen Gepflogenheiten der Anhänger dieser Religion in Kombination mit den gewöhnungsbedürftigen Lebensweisen der Amerikaner im Allgemeinen führten bei einigen zu gelegentlichem Kopfschütteln – wenn sie denn dazu noch in der Lage waren! Denn einige erlebten ein böses Erwachen: gläubige Mormonen leben sehr gesund; Alkohol und Tabak sind verpönt, was nachvollziehbar ist. Dass aber auch Tee und Kaffee, für einige von uns essentielle Geistesbeflügler, keinen Platz im Haus haben, hätten wir nicht gedacht. Einige Familien waren nicht einmal im Besitz von Tassen für Heissgetränke. Man kann sich vorstellen, dass einige sehr unter dem Koffeinentzug zu leiden hatten und sich in Kürze zu Stammkunden der universitären Cafeteria entwickelten. Wir wurden sehr freundlich von unseren jeweiligen Gastfamilien aufgenommen. Typisch Schweizer, kamen wir doch zwei Tage vor den anderen Chören an, um uns gründlich vorbereiten und einleben zu können! Das amüsierte wohl einige der Gastgeber. Auf jeden Fall konnten wir so einen Ausflug in den Yellowstone Nationalpark unternehmen.

Ausflug in den Yellowstone Nationalpark

Wie üblich in Amerika war der Bus dank Klimaanlage massiv unterkühlt, aber angesichts des frierenden Chors liess sich der Chauffeur schliesslich dazu herab, auf weitere Kühlung zu verzichten. Die trockenen Steppen Idahos und die im Halbkreis angelegten und von fahrbaren Bewässerungsanlagen automatisch bewässerten Felder waren für uns ein recht ungewohnter Anblick. Am Parkeingang trafen wir Annie, unsere Führerin für den Tag. Mit ihr und tausend anderen warteten wir gespannt auf den Ausbruch des Old Faithful – eines recht beeindruckenden Geysirs. Grosszügig spuckt dieser Geysir heisses Wasser und Schwefeldämpfe aus. Unsere Führerin in ihrer Ranger-Uniform gab uns ein tolles erstes Bild der Amerikaner ab: Man kann unendlich lange möglichst laut von etwas erzählen und wenn man nichts mehr zu sagen hat, das eben erzählte in zwei etwas abgeänderten Varianten noch einmal preisgeben. Die Weitläufigkeit der Landschaft im Yellowstone ist enorm. Schier endlose Tannenwälder und Lichtungen

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mit heissen Quellen, brodelnden Schlammlöchern und leuchtend blauen Tümpeln werden am Horizont vom Kraterrand des Vulkans, in dessen Mitte wir uns befinden, umrahmt. Vom Bus aus sahen wir eine Herde badende Wapiti-Hirsche, einen Bison und einen Raubvogel, der vergebens nach einem Fisch im Madison River tauchte.

Chorfestival Pocatello

Das erste Aufeinandertreffen der teilnehmenden Chöre fand auf 2600 m.ü.M. im „berühmten“ Skigebiet Pebble Creek statt. Dazu durften wir uns mit einem Seilbähnli, dass hiesigen Sicherheitsstandards niemals standhalten könnte, auf den Berg transportieren lassen und dann von dort in unseren dem Terrain entsprechend angemessenen Flip Flops, Sommerschuhen und High Heels wieder runterlaufen/-schlittern, um in der Talstation gemeinsam Lunch zu essen und uns gegenseitig musikalisch vorzustellen. Videos davon gibt’s auf Youtube. Die nächsten Tage starteten mit einem gemeinsamen Einsingen, bei dem jedes teilnehmende Land eine Übung mit der ganzen Schar durchführen durfte. Zur Übersicht: In Pocatello nahmen Chöre aus Australien, China, Costa Rica, Deutschland, Georgien, Polen, Schweiz und natürlich den USA teil. Danach wurde gemeinsam getanzt: Line Dance, Russische Volkstänze und natürlich Salsa. Das war immer ein riesen Gaudi! Der Rest der Tage bestand aus Proben, Freizeit und Auftritten. Diese fanden auf dem Universitätscampus, in Kirchen oder der Jensen Hall, einem riesigen Konzertsaal,

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statt. Apropos Freizeit: Die wurde sehr unterschiedlich gefüllt. Mit Badi- oder Zoobesuchen, Disc-Golf (wie Minigolf, aber mit Frisbees), Quad fahren, Schiessen, Böötlifahren oder auch Fliegen. Wir haben einiges erlebt! Auch verköstigt wurden wir wunderbar, entweder bekamen wir eine reich gefüllte Lunchbox von unseren Gastfamilien mit oder das Essen wurde gesponsert. Da Pocatello für seine Kartoffeln weltweit berühmt sei, gabs auch sehr oft (riesige) Kartoffeln in unterschiedlichsten Zubereitungsarten zu essen. In unserem Begrüssungspaket fanden wir sogar einen Anstecker in Kartoffelform und Pocatello besitzt ein Kartoffelmuseum, welches sicherlich einen Besuch wert ist. Der musikalische Höhepunkt war das Abschlusskonzert, an dem jeder Chor fünf Minuten singen durfte. Da konnten wir endlich mal allen Chören in Ruhe zuhören. Zu Ende performten alle Sänger/-innen gemeinsam ein Schlusslied und versammelten sich dazu gemeinsam auf der Bühne. Das Publikum zeigte sich begeistert und liess sich mit Applaus und stehenden Ovationen nicht lumpen. Am Sonntag nahmen wir an einem amerikanischen, nicht mormonischen Gottesdienst teil. Dieser bestand grösstenteils aus Musik. Grosse Freude löste bei einigen Chormitgliedern der offerierte Kaffee aus. Der Gottesdienst unterschied sich sehr von denen bei uns zu Hause. Man sang zusammen, hörte dem Klavier oder dem Bündner Jugendchor zu. Viel mehr als Musik und einer kurzen Predigt, in der grösstenteils Snoopy-Cartoons oder Witze über Atheisten als Metaphern dienten, gab es nicht. Speziell war auch die „Children’s Time“, während der alle Kinder nach vorne gebeten wurden und ihnen die geografische Lage der Schweiz erklärt und Bilder unserer Heimat gezeigt wurden. Als Belohnung erhielten die Kinder ein Schweizer Guetsli und durften dann weiter in den Kindergottesdienst ziehen. Die grossen sangen noch ein bisschen weiter und schüttelten sich fleissig die Hände. Einmal mehr zeigte sich das Publikum begeistert und überhäufte uns mit

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Komplimenten. Danach zogen die meisten mit ihren Gastfamilien weiter und verbrachten Zeit zusammen, bis wir uns um zwei wieder für ein riesiges Abschlusspicknick in einem Park versammelten. Unglaublich, was da alles an Essen zusammenkam! Das Festival war minutiös durchgeplant und alles hat wunderbar geklappt, eine logistische Höchstleistung.

Station Nr. 2: Dillon, Montana, 4100 Einwohner

Das Kleinstädtchen Dillon, welches 2010 vom Forbes-Magazin als eine von „Amerikas schönsten Städten“ aufgelistet wurde, war unsere Zwischenstation auf dem Weg zum zweiten Chorfestival. Einmal mehr hiess es Carfahren bei Temperaturen, die dank des Airconditions beinahe im Minusbereich angesiedelt sind. Die Landschaft hat sich verändert und nach einigen Stunden Fahrt kamen wir in Dillon an. Es gibt dort nicht nur Cowboys, sondern anscheinend auch Antilopen. Wir machten eine erste Stellprobe in der latexfreien (was auch immer das heissen mag) High School und warteten dann auf unsere neuen Gastfamilien. Die erneute Unterbringung in einer Gastfamilie löste nicht bei allen Begeisterung aus, doch als wir uns nach dem ersten Kennenlernen wieder in der Kirche fürs Abendessen trafen, verkündeten nicht wenige, dass sie gerne länger hier bleiben oder gar nie mehr weg wollen. Das Konzert löste wiederum Begeisterung aus. Ein Heimwehschweizer aus Neuchatel hat sogar eine Schweizerfahne geschwungen und sein Käppli mit einem Schweizerkreuz angezogen. Die Einwohner von Dillon waren begeistert und haben uns dies beim anschliessenden Apero mit Cookies und Limonade gerne mitgeteilt. Besonders beliebt war auch unser Stand mit Bildern und Guetsli aus der Schweiz. Den weiteren Abend verbrachten wir mit unseren neuen Gastfamilien, die uns sehr verwöhnt haben.

Station Nr. 3: Missoula, Montana, 70‘000 Einwohner

Missoula (978 m.ü.M.) mit seinen vielen Bäumen hat uns herzlich empfangen. Schon bei der Anfahrt sah man das unverkennbare Markenzeichen jeder Stadt mit einem College, nämlich der Anfangsbuchstabe ebendieses riesig auf einen Berg zementiert und weiss angemalt, in diesem Fall ein grosses „M“. Vor der Verteilung der Gastfamilien, die wie bei einer Tombola von sich ging, nämlich der Zuteilung einer Nummer, aufgrund derer man dann seine Gastfamilie, die eine Karte mit entsprechender Nummer hochstreckte, erkennen konnte, hat uns noch Martin Horn begrüsst. Martin Horn bezeichnet sich als Heimwehschweizer und hat uns durch Missoula begleitet, Chormitglieder chauffiert, organisiert, geplaudert und Begeisterungsstürme ausgelöst. „Moortin“, wie wir ihn gerne nennen, hat unseren Aufenthalt wesentlich geprägt. In Missoula sangen wir zur Eröffnung im Caras Park, der gleichzeitig auch ein Markt mit Essen aus aller Welt ist. Bei über 30 Grad Hitze mischten wir uns unter die vielen Leute und suchten uns einen Platz im Schatten, um die Konzerte von Chören aus Estland, Finnland, Südkorea, Taiwan und anderen Ländern zu hören. Nach sieben Chören waren wir endlich an der Reihe. Da einige Chöre, die wir schon aus Pocatello kannten, ebenfalls dabei waren und diese unser Repertoire schon kannten, kamen einige lustige Szenen zusammen. Vor allem beim „Hallelujah“ und „Ewigi Liebi“ (das absolute Lieblingslied der Zuhörer, obwohl sie nichts verstanden haben) ernteten wir Gekreische und tosenden Applaus. Danke an Simon Bühler, der für uns „Ewigi Liebi“ arrangiert und einen Rap-Teil eingebaut hat und an Christian Mathis, unseren Solisten bei „Hallelujah“, der die Herzen einiger Mädchen geschmolzen bzw. gebrochen hat. Abends gabs dann wieder mal ein Picknick und – welch Überraschung! – Bier. Jürgen, der Besitzer der Bayern Brewery, hat das Festival mit gesponsert und sein sehr deutsch schmeckendes Bier gerne ausgeschenkt. Martin und Jürgen haben wunderbar die Stereotypen der jeweiligen Gegenden (Zürich und München) verkörpert. Auch in Missoula wurde viel geprobt, gesungen, getanzt, konzertiert, sich erholt, geredet, gebadet – und gefloatet. Durch die Stadt fliesst der Blackfoot River, der durch das Buch und den Film „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ Berühmtheit erlangte. Und es ist eine populäre Freizeitaktivität, sich etwas ausserhalb der Stadt auf einen Schwimmreifen zu setzen und sich stundenlang den Fluss herunter treiben zu lassen. Dabei kommt strömt man durch unberührte Wälder, vorbei an grasenden Rehen und nistenden Adlern. Ab und zu kommt auch mal eine Stromschnelle, welche die entspannende Monotonie für einen kurzen Augenblick unterbricht. Hier kann man Abschalten! Leider waren unsere Konzerte meistens mit denselben Chören angesetzt, sodass wir uns mit diesen besser bekannt machen konnten, dafür mit anderen gar nicht. An diesem Festival nahmen so viele Chöre teil, dass wir leider erst am letzten Abend dazu kamen, allen für fünf Minuten zuzuhören und zuzuschauen. Ein wahrer Genuss für Aug und Ohr! Mittendrin sass und sang der Bündner Jugendchor in seinen Trachten, die wir bei Bekannten und Verwandten ausleihen durften und beim Publikum sehr gut ankamen. Nach dem pompösen Abschluss gabs noch eine rauschende Abschlussfeier, bei der die Costa Ricaner kurzerhand die Band von der Bühne verbannt haben und mit lateinamerikanischen Klängen den Saal zum tanzen gebracht haben. Tags darauf, ein Sonntag wars, nahmen wir wieder an einem Gottesdienst teil. Zusammen mit ihrer Tochter, die uns mit der Violine begleitete, gedachten wir einer Heimwehdavoserin, die uns die Teilnahme an diesen Chorfestivals ermöglich hat und leider vor einigen Wochen verstorben war. Es war ein interessanter Gottesdienst, der unseren wiederum gar nicht glich. An diesem Abend wir auch einen chorinternen Abschluss organisieren können, bei dem es einmal mehr ein wunderbares Picknick gab. Das ist eine beliebte Sache bei den Amerikanern und nennt sich „Potluck“. Jeder bringt eine Speise mit und am Schluss kommt

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so viel zusammen, dass man gar nicht alles essen kann. An diesem Abend haben wir wieder zusammen gesungen, gegessen, geplaudert und „S’mores“ gegessen. Dies sind über dem Feuer geröstete Marshmallows, zwischen schokoladenüberzogene Kekse gelegt. Eine süsse, sehr amerikanische Sache, die den Chormitgliedern selige Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. Der Name kommt übrigens von „some more“-man kriegt nie genug davon.

geschrieben von Andrea Gambon

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1 Kommentar

  1. Anja 2013/11/20 08:11

    Wow Andrea! Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht über unsere Reise! Super geschrieben!

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